Wohngebäude Versicherung
Die Wohngebäude Versicherung umfasst im allgemeinen Sprachgebrauch alles rund um die Versicherungen für Gebäude. Sei es nun das Einfamilienhaus oder aber auch das mehrgeschossige Mietshaus. In der Wohngebäudeversicherung werden üblicherweise die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Glas, Sturm und Elementarschäden angeboten. Bei den meisten Gesellschaften kann man dann noch unter zwei bis drei Deckungskonzepten wählen, wo dann z.B. auch das beschmieren von Wänden oder die Zu-, und Ableitungsrohre der Ver-, und Entsorgung usw. eingeschlossen bzw. ausgeschlossen werden kann.
Als Besonderheit zu allen anderen Formen der Versicherung werden in Deutschland anhand einer Indextabelle sämtliche Gebäude auf den sogenannten Wert 1914 zum gleitenden Neuwert berechnet. Der Wert 1914 bedeutet, dass anhand dieser Tabelle mit entsprechendem Faktor alle Gebäude auf diesen Einheitswert in Goldmark (M) berechnet werden. So findet man in seiner Police z.B. bei Wert des Gebäudes 14583 M. Anhand der Tabelle kann dann für jedes Gebäude die Wiedererstellungskosten für das jeweils laufende Jahr berechnet werden. Die Prämie wird dann zu dem gleitenden Neuwert berechnet und der Eigentümer des Gebäudes kann somit nie unterversichert sein. Würde diese Berechnungsmethode nicht angewandt, würde bei einem im Jahre 1960 erstellten Gebäude was z.B. für damals erstaunliche DM 100.000,- erstellt wurde, bei einem Schadensfall heute noch nicht einmal der Keller wieder Erbaut werden können. Eine weitere Besonderheit ist, dass in der Wohngebäudeversicherung bis zur endgültigen Erstellung des Gebäudes die sogenannte Feuerrohbauversicherung meist beitragsfrei Eingebunden ist.
