Leasing als Sonderform der Finanzierung

Finanzierungen dienen in der Regel dazu Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Neben Ratenkrediten und abrufbaren Kreditrahmen ist das Leasing eine Form der Finanzierung. Ursprünglich war Leasing nur Firmen zugänglich. Diese benötigten Maschinen oder anderes Anlagegut für ihren Geschäftszweck, der Besitz der Anlagegüter war jedoch nicht erforderlich und ein Kauf damit ebenso wenig. Hier half und hilft, inzwischen auch bei Privatpersonen, das Leasing weiter. Dementsprechend ist der Zweck des Leasings die Vermietung und Verpachtung von beweglichen oder auch unbeweglichen Anlagegütern durch Finanzierungsinstitute. In der Regel sind das Kreditinstitute oder Leasinggesellschaften, sowie die Hersteller an sich. Die Pacht ersetzt den Kauf durch Eigen- und Fremdfinanzierung. Der Vermietende wird Leasing-Geber genannt, der Mietende wird als Leasing-Nehmer bezeichnet. Im Gegensatz zum allgemeinen Volksmund ist Leasing kein Bankgeschäft. Es gibt verschieden Formen des Leasings, je nach dem, wonach unterschieden wird. Die Dauer und Kündbarkeit des Vertrages wird in Financial-Leasing und Operate-Leasing unterschieden. Je nach Stellung des Leasing-Gebers sind das direkte Leasing (Hersteller gleich dem Leasing-Geber) oder das Indirekte Leasing (Hersteller und Leasing-Geber sind verschiedene Rechtspersonen) zu finden. Immobilien- und Mobilien-Leasing werden bei der Art des Leasings unterschieden, wobei unter Immobilien-Leasing neben Grundstücken und Gebäuden auch Produktionsstraßen und Betriebsanlagen zu verstehen sind. Nach Dienstleistungsvereinbarung sind Full-, Teil-Service- sowie Net-Leasing zu unterscheiden. Sonderformen des Leasings sind das weitverbreitete Sale-and-Lease-Back, das Revolving-Leasing und das Special-Leasing. Für nahezu jeden Finanzierungswunsch kann das Leasing genutzt werden und verhilft oder schont so Eigenkapital.



 
 
 

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